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Kennzahlen

Die Kennzahlen, die im Outbound wirklich zählen

Viele Calls fühlen sich produktiv an. Ob sie es sind, zeigen sechs Kennzahlen und wie sie zusammenhängen.

SeppSales TeamSeptember 20267 Min. Lesezeit

„Wir haben diese Woche richtig viel telefoniert.“ Diesen Satz hört man in fast jedem Vertriebsteam. Er sagt nur leider nichts darüber, ob sich die Arbeit gelohnt hat. Wer Outbound planbar machen will, muss aufhören, nach Gefühl zu steuern, und anfangen, die richtigen Zahlen zu lesen.

Der Trichter: sechs Stufen, sechs Kennzahlen

Jeder Termin ist das Ergebnis einer Kette. Bricht sie an einer Stelle, kommt unten weniger an. Deshalb schauen wir nie auf eine Zahl allein, sondern immer auf den Übergang zwischen zwei Stufen.

1. Wählversuche

Die reine Aktivität. Wichtig als Basis, aber allein wertlos. Viele Wählversuche mit wenig Ergebnis zeigen fast immer ein Problem weiter unten.

2. Erreichbarkeit

Erreichte Entscheider ÷ Wählversuche

Ist sie niedrig, liegt es selten am Setter. Meistens stimmen die Nummern nicht, die Uhrzeiten passen nicht zur Zielgruppe, oder es landet alles in der Zentrale.

3. Gesprächsquote

Echte Gespräche ÷ erreichte Entscheider

Zeigt, ob der Einstieg funktioniert. Wird nach zehn Sekunden aufgelegt, ist der Aufhänger nicht relevant genug.

4. Terminquote

Gelegte Termine ÷ echte Gespräche

Die Kennzahl für Positionierung und Gesprächsführung. Niedrig heißt: Das Problem trifft nicht, oder die Einwände werden nicht gut behandelt.

5. Show-up-Rate

Stattgefundene Termine ÷ gelegte Termine

Die am meisten unterschätzte Zahl. Ein Termin, der nicht stattfindet, ist keiner. Hebel sind eine saubere Bestätigung, ein zeitnaher Termin und ein klarer Grund, warum sich das Gespräch für den Kunden lohnt.

6. Abschlussquote

Abschlüsse ÷ stattgefundene Termine

Hier zeigt sich, ob die Termine Substanz hatten. Sinkt sie, obwohl alle anderen Zahlen gut aussehen, werden Termine gelegt, die nicht passen.

Nicht die Zahl sagt dir, was zu tun ist, sondern der Übergang, an dem sie einbricht.

Ab wann eine Abweichung eine Anpassung rechtfertigt

Der häufigste Fehler ist nicht, zu wenig zu messen, sondern zu früh zu reagieren. Nach einem schlechten Tag wird das Skript umgeschrieben, nach einer guten Woche die Zielgruppe gewechselt. So lernt man nie, was wirklich wirkt.

  • Genug Volumen abwarten: Eine Quote aus wenigen Gesprächen ist Zufall, keine Aussage.
  • Wochen statt Tage vergleichen: Tagesschwankungen gleichen sich aus, Trends bleiben.
  • Immer nur eine Sache ändern: Wer Skript, Liste und Uhrzeit gleichzeitig tauscht, weiß hinterher nicht, was geholfen hat.

Zahlen, die jeder sehen kann

Kennzahlen bringen nur etwas, wenn sie aktuell und für alle sichtbar sind. Deshalb landet bei uns jede Zahl automatisch im Dashboard, vom Wählversuch bis zum Abschluss. Du siehst jederzeit, wo dein Trichter steht, statt einmal im Monat einen Report zu bekommen.

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